01.10.2014

Magwas und Voigt sehen würdige Pflege als Zukunftsthema

141001 VoigtMagwas PflegeAWO

„Gute und würdige Pflege, die aber auch von allen finanzierbar ist - das ist es worauf es in Zukunft ankommt und vor dem Hintergrund des demografischen Wandels ist dies sicherlich eine große Herausforderung.

Gemeinsam sehen wir die komplexe Thematik auch als ein zentrales Anliegen für unsere Arbeit in Berlin sowie Dresden an“, erklärten Yvonne Magwas, MdB und Sören Voigt, MdL. Da Bund und Freistaat gemeinsam für die politische Gestaltung in diesem Bereich gefragt sind, nutzten beide Abgeordneten die Gelegenheit gemeinsam mit Angehörigen von Bewohnern einer Einrichtung der AWO und deren Geschäftsführerin, Katrin Schmidt, zur Thematik zu diskutieren.

Den Pflegebedürftigen und Angehörigen ist es wichtig, dass Pflege für sie auch in Zukunft individuell und noch finanzierbar ist. Von Seiten der Pflegeeinrichtung wird vor allem ein zu geringer Personalschlüssel als problematisch gesehen. Der Bund möchte mit zwei Pflegestärkungsgesetzen einerseits durch erhöhte Pflegesätze finanziell unterstützen, andererseits soll ein neuer Pflegebegriff etabliert werden. Dabei gibt es zukünftig statt drei Pflegestufen nun fünf Pflegegrade, bei deren Einteilung die Selbstständigkeit der Pflegebedürftigen im Fokus steht. Man möchte weg von einer starren, zeitlich begrenzten Pflege, hin zu einer individuellen und bedarfsgerechteren Betreuung. „Wir setzen uns gemeinsam für einen offenen Dialog mit Betroffenen, Pflegeeinrichtungen und der Liga der Wohlfahrtsverbände ein. Wichtig war uns heute, Beteiligte zu hören und uns somit diesem komplexen Thema weiter zu nähern.

Auch in Zukunft werden wir das Gespräch mit Pflegebedürftigen, Angehörigen und der Liga der Wohlfahrtsverbände suchen. Neben der geplanten besseren Finanzierung des Bundes, gilt es nun im Freistaat mit einer Anpassung des Personalschlüssel dafür zu sorgen, dass Pflege nachhaltig verbessert werden kann“, erklären Magwas und Voigt.

» Bericht der Freien Presse vom 10.10.2014