Bundestag, Vogtland
20.05.2016

Zwei Wochen am Puls der Bundespolitik

Liz Schaller

Praktikantin Liz Schaller aus Plauen (Foto: links) begleitete Yvonne Magwas während ihrer Zeit in Berlin auf Schritt und Tritt durch das Parlament. Hier auf der Fraktionsebene im Reichstagsgebäude in Berlin.

Die 18jährige Plauenerin und Schülerin des BSZ „Anne Frank“ Liz Schaller absolvierte im Zeitraum vom 9. bis 20. Mai 2016 ein zweiwöchiges Praktikum im Berliner Büro der Bundestagsabgeordneten Yvonne Magwas. In ihrem Praktikumsbericht erzählt sie von ihren Eindrücken: „Die Bundestagsabgeordnete Yvonne Magwas hatte mir bei einer Infoveranstaltung in meiner Heimatstadt Plauen angeboten, ein Praktikum in ihrem Berliner Büro im Deutschen Bundestag zu machen.

Diese Chance konnte ich in den letzten zwei Wochen nutzen und wurde sehr herzlich im Büro von Frau Magwas und ihren Mitarbeiterinnen aufgenommen. Ich ging mit der Erwartung hier rein, den täglichen Alltag eines Abgeordneten des Bundestages kennenzulernen, weil ich mir ehrlich gesagt nicht wirklich vorstellen konnte, was die vielen Menschen hier in Berlin zu tun haben. Doch ich habe ganz schnell festgestellt, dass die Abgeordneten zahlreiche Aufgaben und Termine haben - und das nicht nur in Berlin, sondern auch in ihrem jeweiligen Wahlkreis. So engagiert sich Frau Magwas sehr dafür, auch im Vogtland oft vertreten zu sein und entsprechende Veranstaltungen zu besuchen. Wie zum Beispiel die Grundsteinlegung eines neuen Kindergartens in Oelsnitz, wo sie sich erfolgreich für Fördergelder einsetzte.

Am ersten Tag wurde mir der komplette Gebäudekomplex gezeigt. Dazu gehören sehr viele Häuser, die meisten sind auch unterirdisch miteinander verbunden - da muss man erstmal durchsehen. Dienstag ist immer Arbeitsgruppensitzungstag. Frau Magwas ist in zwei Arbeitsgruppen vertreten. Das ist einmal Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit, die ich am Morgen mit besuchen durfte, und die andere ist die Arbeitsgruppe Kultur und Medien, die gleich darauf mittags folgte. Nun hatte ich einen ersten Eindruck davon wie fraktionsintern diskutiert wird und, dass man als Abgeordneter angesichts der Terminfülle häufig von einem zum anderen Termin eilen muss. Der Tag darauf, Mittwoch, ist Ausschusssitzungstag. An ihm finden die Ausschüsse zu den Themen der Arbeitsgruppen statt, aber mit allen Parteien. Auch dort wurden alle Tagesordnungspunkte diskutiert und besprochen. Erst Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit und am Nachmittag Kultur und Medien. Hier fand im Anschluss an die reguläre Sitzung ein Fachgespräch zum Bundesprogramm „Kultur macht Stark“ mit zahleichen Fachexperten statt.

Donnerstag und Freitag war ich im Plenarsaal und durfte von den Besuchertribünen aus die Sitzungen verfolgen. Besonders interessant fand ich, wie unterschiedlich doch die Meinungen der Parteien sind und wie dies verdeutlicht wurde. In der Sitzungswoche konnte ich sehr viele Eindrücke sammeln und habe sehr viel Interessantes darüber gelernt, welche Schritte auf dem Weg zu einem Gesetz nötig sind. Auf diese Woche folgte eine sitzungsfreie Woche, d. h. es gab weder Arbeitsgruppen-, Ausschuss- oder Plenarsitzungen. Die Abgeordneten sind im Wahlkreis unterwegs, nehmen andere wichtige Termine wahr und arbeiten teilweise ihren Schreibtisch ab. Denn es gibt immer etwas, was die Angestellten im Büro Frau Magwas nicht abnehmen können. Ich habe in der Woche trotzdem viel dazu lernen können, denn ich war am Mittwoch zu Besuch im Bundesrat. Danach besuchte uns eine Schülergruppe von der Oberschule Weischlitz im Vogtland, für die ich Beutel mit Infomaterial über den Bundestag packte und nach der Diskussionsrunde verteilte.

Frau Magwas war extra dafür nach Berlin gekommen und erklärte den Jugendlichen ihre Aufgaben im Bundestag und im Vogtland und beantwortete Fragen von Schülern und Lehrern. Donnerstag war ich dann früh im Ministerium für Arbeit und Soziales und am Nachmittag im Ministerium der Finanzen, wo ich nicht nur viel über die Geschichte, den Aufbau und die Mitarbeiter der Häuser erfahren konnte, sondern in den Fragerunden einige sehr interessante Fragen gestellt und beantwortet wurden. Alles in allem war es eine sowohl spannende als auch sehr informative Zeit, aus der ich sehr viel mitnehmen kann. Vor allem aber werde ich immer im Hinterkopf behalten, wie stressig doch der Alltag von Frau Magwas ist und wie sehr sie sich für ihre Heimatregion einsetzt, an vielen Veranstaltungen teilnimmt und bei Problemen immer zu erreichen ist. Das ist etwas, was ich sehr an ihr schätze.“ Yvonne Magwas dankt Liz Schaller für ihr engagiertes Praktikum und wünscht ihr viel Erfolg und nur das Beste für ihren weiteren Lebensweg.