Vogtland
03.10.2016

Deutschlandfest: Yvonne Magwas erinnert an Mauerfall

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Zum 26. Mal feierte die CSU zusammen mit den CDU-Verbänden aus Thüringen und Sachsen den Tag der Deutschen Einheit am 3. Oktober mit dem traditionellen Deutschlandfest in Mödlareuth. Neben vielen Vertretern aus der Politik war auch die Bundestagsabgeordnete Yvonne Magwas zu Gast und erinnerte in ihrer Rede an den Mauerfall, das mutige Engagement der Menschen und die Notwendigkeit des Zusammenhalts damals und heute.  

Lieber Manfred Weber, lieber Hans-Peter, lieber Mike, liebe Unionsfreunde! Ein herzliches “Grüß Gott“ aus dem Vogtland! Ich grüße Euch auch im Namen unseres Ministerpräsidenten Stanislaw Tillich. Er muss heute in Dresden sein, zu den Feierlichkeiten zum Tag der Deutschen Einheit. Wenn er gewusst hätte, was er hier verpasst, wäre er sicher gerne hierhergekommen. Er hat mich gebeten, ihn hier zu vertreten und glauben Sie mir; das habe ich sehr gern gemacht. Denn hier in Mödlareuth findet das eigentliche Deutschlandfest statt. Unsere drei Freistaaten feiern heute hier gemeinsam die Einheit unseres Vaterlandes. Was kann es denn Schöneres geben? Nach Mödlareuth kommen wir - spreche ich auch für die Freunde der CDU Vogtland - seit vielen Jahren sehr gern, um den Tag der Deutschen Einheit mit unseren bayerischen und thüringischen Freunden zu begehen! Wir wissen, dass man hier unter Freunden an historischem Ort diesen besonderen Tag am besten feiern kann! Es ist alles andere als selbstverständlich, dass wir heute hier so ausgelassen beieinander sitzen. Am 3. Oktober 1990 ist wieder zusammengewachsen, was zusammen gehört. Es kommt nicht täglich vor, dass ich als Unions-Bundestagsabgeordnete den SPD- Altkanzler Willy Brandt zitiere. Doch die Worte Brandts aus dem Herbst 1989 bringen es auf den Punkt. Diese unsägliche Mauer, die 1961 von den SED-Diktatoren errichtet wurde, war über Jahrzehnte Sinnbild für die schmerzhafte Trennung eines Volkes.

Hier in Mödlareuth haben die Menschen Jahrzehnte lang tagtäglich erlebt, wie bedrückend hohe Mauern und Zäune, Minen und Selbstschussanlagen sind. Liebe Unionsfreunde, die Teilung unseres Landes war Realität. Jahre und Jahrzehnte vergingen. Aber sehr viele Menschen gaben auch in dieser Zeit die Hoffnung auf eine Wiedervereinigung nicht auf. Und CDU und CSU waren es, die politisch diese Hoffnung lebendig gehalten haben. Anders als andere. Aus dieser Hoffnung erwuchs ein Ruf nach Freiheit, ein Ruf der bald so laut war, dass ihn die Machthaber in der DDR nicht mehr ignorieren konnten. Die Worte „Wir sind das Volk!“ und „Wir sind ein Volk!“ hallten im Herbst 89 kraftvoll durch das vogtländsiche Plauen und danach auch Leipzig und Dresden. Sie waren die Schauplätze der „friedlichen Revolution“. Und es erfüllt mich mit Stolz, dass auch ich viele von diesen mutigen Männern und Frauen persönlich kennenlernen durfte und viele von ihnen heute Mitglieder unserer Union sind. Liebe Freundinnen und Freunde, es ist nicht nur glückliche Fügung der Geschichte, dass wir heute das 26. Jahr der Deutschen Einheit feiern. Dies ist vor allem der Verdienst von Menschen, die Verantwortung in der Politik übernommen haben. Von Menschen, die an die Einheit Deutschlands immer geglaubt haben, dafür gearbeitet haben und sie schließlich in den Jahren nach der Wende auch gegen Widrigkeiten umgesetzt haben. Und glauben Sie mir, liebe Freundinnen und Freunde. Heute können wir sagen: Die Einheit unseres Landes in Frieden und Freiheit in einem geeinten Europa war jede Anstrengung wert!

Der Aufholprozess der neuen Länder ist zwar noch nicht abgeschlossen. Aber wir haben enorme Fortschritte gemacht. Man brauch nur mal die A72 entlang zu fahren, da sieht man links und rechts, welche wirtschaftliche Kraft entstanden ist. Dies, liebe Freunde, ist zum einen der großartigen Unterstützung aus starken Bundesländern wie z.B. Bayern, zu verdanken. Viele Menschen von Euch sind zu uns in die neuen Länder gekommen und haben beim Wiederaufbau die Ärmel hochgekrempelt und mit angepackt. Es ist darüber hinaus aber auch den vielen Menschen in den neuen Ländern zu verdanken, die ganz persönlich den Aufbruch in die Freiheit gewagt haben, denen viel abverlangt wurde, die trotzdem nach vorn geschaut, nicht resigniert, sondern gestaltet haben. Für all das müssen wir dankbar und gottfroh sein. Liebe Freundinnen und Freunde, die Wiedervereinigung unseres Landes ist zu einem sehr großen Teil der Verdienst der Union. CDU und CSU sind die Parteien der Deutschen Einheit, wir sind die Europaparteien, wir sind die Parteien, die schon immer für eine gute Zukunft unseres Landes gearbeitet haben. Darauf können wir stolz sein! Und auch wenn wir uns als Unionsparteien manchmal aneinander reiben. Eines muss klar sein: Nur gemeinsam sind wir stark und nur gemeinsam können wir unser Land weiter nach vorne bringen! 

Darum lasst mich heute an diesem Tag der Freiheit und Einigkeit sagen, was uns verbindet. Uns einen die Wurzeln, aus denen die Unionsschwestern nach 1945 entstanden sind: die christlich-soziale, die liberale und die konservative. Wir bauen auf demselben Wertefundament des christlichen Menschenbildes auf. In unserem Land gibt es Kräfte, die versuchen die Gesellschaft von links und rechts zu spalten. Das dürfen wir nicht zulassen! Hier müssen wir als starke Kräfte zusammenstehen und zeigen, dass wir besseren Antworten haben und die Richtigen sind, Verantwortung für unser Land zu tragen. Liebe Freundinnen und Freunde, ich möchte nicht, dass Rot-Rot-Grün 2017 in Regierungsverantwortung kommt! Das wäre nicht nur geschichtsvergessen. Es wäre schlecht für unser Land. Wenn wir heute mit dem Feiern fertig sind, gehen wir also geschlossen das Kämpfen an. In diesem Sinne: Auf Einigkeit und Recht und Freiheit! Zum Wohl!