13.04.2016

Yvonne Magwas lädt vogtländische Experten zum Landwirtschafts-Kongress nach Berlin ein

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Die Bundestagsabgeordnete Yvonne Magwas hat Michael Bretschneider (3. von links) vom Europäischen Bauernmarkt und Armin Döhler (ganze vorne im Bild), ehemaliger Leiter des Plauener Landwirtschaftsamtes und der Landwirtschaft im Regierungspräsidium Chemnitz, zum Landwirtschaftskongress nach Berlin eingeladen.Günstige Angebote, große Auswahl und gute Qualität- das sind die Ansprüche die wir heutzutage an unsere Lebensmittel stellen. Doch zu welchem Preis? Häufig werden die Landwirte kritisiert. Schlechte Tierhaltung und umweltschädliche Massenproduktion werden ihnen vorgeworfen. Auf der anderen Seite leiden die Bauern unter Niedrigpreisen, stockendem Export und Druck des Groß-und Einzelhandels.

Aktueller Streitpunkt sind vor allem die niedrigen Milchpreise, die die Branche  finanziell belasten. Deshalb hat die CDU/CSU-Fraktion am 13. April im Deutschen Bundestag einen Kongress organisiert. Unter dem Motto „Landwirtschaft in Deutschland- Wege in die Zukunft“ soll mit Hilfe von Experten ein gesamtgesellschaftlicher Ansatz für eine nachhaltige sowie wettbewerbsfähige Landwirtschaft entwickelt werden. Auch Fachmänner aus dem Vogtland sind mit dabei. Die Bundestagsabgeordnete Yvonne Magwas konnte Direktvermarkter und Initiator des Europäischen Bauernmarkts, Michael Bretschneider, sowie Armin Döhler, den ehemaligen Leiter des Plauener Landwirtschaftsamtes und der Landwirtschaft im Regierungspräsidium Chemnitz, gewinnen. „

Die niedrigen Milchpreise haben auch enorme Auswirkungen auf die Landwirtschaft im Vogtland.  Unsere Bauern sprechen mittlerweile von einer existenzbedrohenden Krise. Hier muss sofort etwas getan werden. Ich habe die beiden Experten zu der Debatte eingeladen, damit sie wichtige Impulse geben und wir gemeinsam wertvolle Rückschlüsse für das Vogtland ziehen können“, erklärt die CDU-Politikern. In Anwesenheit des Bundesministers für Ernährung und Landwirtschaft, Christian Schmidt, haben in zwei Podiumsdebatten u.a. der Präsident des Deutschen Bauernverbandes, Vertreter der Landjugend, des Biolandbaus, der Verbraucherzentrale und des Handelsverbandes Position bezogen. Themen-Schwerpunkte waren die Wettbewerbsfähigkeit der Branche, die wirtschaftlichen und gesellschaftspolitischen Herausforderungen sowie die Rolle des Lebensmitteleinzelhandels und der Verbraucher sein. „Wir wollen die Wettbewerbsfähigkeit unserer Landwirte sichern und ihre Akzeptanz in der Bevölkerung stärken. Für ein gutes Stück Fleisch oder mein tägliches Glas Milch muss ich auch bereit sein, einen angemessenen Preis zu zahlen.Nur so können die Landwirte auch zukünftig Qualität und Standard halten und wirtschaftlich existieren“, betont die Bundestagsabgeordnete Yvonne Magwas.

Hintergrund: In Sachsen werden jährlich ca. 1.650 Mio. Liter Milch produziert – die höchste Milchleistung im Ländervergleich. Erhielten die Bauern 2013/2014 noch bis zu 41 Cent pro Milch-Liter von den Verarbeitungsbetrieben, sind es heute nur 28 Cent. Die Produktionskosten liegen aber höher, nämlich bei rund 35 Cent je Liter.  Sachsens Landwirtschaftsminister Thomas Schmidt (CDU) fordert mehr Verantwortung der Verbraucher und des Handels. Er unterstützt die Forderung des Ministerpräsidenten von Sachsen-Anhalt, Dr. Reiner Haseloff, nach steuerlichen Erleichterungen und Hilfen für die Bauern.