Ländlicher Raum
18.06.2021

Nachzucht der Flussperlmuschel im Vogtland ist gesichert
Folgefinanzierung durch den Bund garantiert eine nahtlose Fortführung der Schutzmaßnahmen. Gerade Adorf profitiert von dieser Nachricht.

Portrait YM online 1
Tobias Koch

Der Vogtlandkreis engagiert sich schon seit über zehn Jahren aktiv für den Bestand der Flussperlmuschel. Doch Ende Juni läuft das Bundesprojekt „ArKoNaVera“, welches diesen Schutz fördert, aus. Damit sind bereits beachtliche Erfolge erzielt worden. Eine Verstetigung der Förderung ist jedoch notwendig, um die Art vor dem Aussterben zu bewahren. Im Rahmen des Bundesprogramms Biologische Vielfalt war mit MARA daher ein passgenaues Folgeprogramm ausgearbeitet worden. Auch ein Verbund aus Forschungs- und Umsetzungspartner, zu denen ebenso der Vogtlandkreis gehört, hatte schon eine Projektskizze eingereicht. Jener Antrag wurde positiv beschieden. Allerdings hieß es aus umweltpolitischen Kreisen plötzlich, dass die Finanzierung von MARA auf dem Prüfstand stehe. Landrat Rolf Keil und der Bürgermeister von Adorf, Rico Schmidt, wendeten sich deswegen umgehend an die Bundestagsabgeordnete Yvonne Magwas (CDU). Sie schrieb der Bundesumweltministerin Schulze (SPD) und setzte sich eindringlich für das Naturschutzvorhaben ein. Ferner erklärte sie, wie wichtig eine Verstetigung des Nachzuchterfolges sei. Die gute Nachricht kam dann vor wenigen Tagen: MARA wird voraussichtlich wie geplant bewilligt. Es wird glücklicherweise nicht aufgrund von Budgetkürzungen gestrichen.

 

Dazu erklärt die vogtländische Bundestagsabgeordnete Yvonne Magwas (CDU): „Ich freue mich über dieses wichtige umweltpolitische Signal. Nur durch die Anschlussfinanzierung können die bisher erreichten Erfolge in der Nachzucht erhalten und ausgebaut werden. Ohne weitere Förderung hätte meiner Meinung nach die Gefahr bestanden, dass die zuvor investierten Gelder ihre Wirkung nachträglich verfehlen. Das konnte nun ausgeschlossen werden. Die Artenvielfalt ist eines der Aushängeschilder des ländlichen Raums.“ 

 

Hintergrund:

Das Bundesprojekt „ArKoNaVera – Umsetzung regionaler Schutzmaßnahmen für die nationalen Verantwortungsarten Flussperlmuschel und Malermuschel“ läuft zum 30. Juni aus. Mit den Geldmitteln des Programms konnten mit der vom Landkreis durchgeführten halbnatürlichen Nachzucht vogtländischer Flussperlmuscheln sowie der Verbesserung der Lebensräume bedeutende Schritte zum Überleben der wertvollen Art erzielt werden. Eine Verstetigung der Schutzmaßnahmen ist notwendig, um die Flussperlmuschel vor dem Aussterben zu bewahren. Das Projekt „MARA – Margaritifera Restoration Alliance“ ist Teil des Bundesprogramms Biologische Vielfalt und wird nun nahtlos an die Förderung von ArKoNaVera anknüpfen.