08.04.2015

Yvonne Magwas beendet Wohnungsbautour im Vogtland

150408 PressegespraechWohnungsbautour

Foto: Yvonne Magwas stellt die Ergebnisse ihrer Wohnungsbautour im Vogtland der regionalen Presse vor.

Seit Oktober 2014 hat die CDU-Bundestagsabgeordnete Yvonne Magwas eine Wohnungsbautour im Vogtland absolviert. Hierzu erklärt sie: „Als Mitglied des Bauausschusses im Deutschen Bundestag war es mir wichtig, vor Ort im Vogtland mit Vertretern der Wohnungsbaugesellschaften, Wohnungsbaugenossenschaften, Kreishandwerkerschaft und relevanten Unternehmen beziehungsweise Verbänden zu sprechen. Der Austausch mit den Damen und Herren, die um die 20.000 Wohnungen im Vogtland repräsentieren, war konstruktiv und damit sehr hilfreich für meine Arbeit in Berlin. Mehr noch: Ich durfte den Eindruck gewinnen, dass im Großen und Ganzen die Unternehmen auf einem guten Wege sind, wozu gehört, dass sie klug, also mit Bedacht, investieren.

Sie meistern vielfältige Aufgaben mit Bravour, dies oft mit kleinen Mitarbeiterstäben. Wir haben vereinbart, den Dialog fortzusetzen. Problem „Leerstand“ Gesprochen haben wir unter anderem über die relevanten Aspekte wie den Wohnungsbestand.  So ist die Leerstandsquote mit zehn bis 18 Prozent im Vogtland sehr hoch. Ein Grund neben dem allgemeinen Bevölkerungsrückgang ist, dass viele junge Menschen nicht mehr bereit sind, zu pendeln, ihre angestammte Heimat also verlassen in Richtung der Städte, wo sie eine Arbeit gefunden haben oder Arbeit finden wollen. Die Mieten im Vogtland sind sehr gering, vier Euro in Neubauten und um die 4,40 Euro in sanierten Altbauten. Damit liegt das Vogtland unter dem sächsischen Durchschnitt. Dies mag aus Mietersicht gut sein, aus Vermietersicht heraus ist dies aber nicht optimal, da mittelfristig die Investitionskraft geschwächt wird. Hier brauchen wir eine Balance zwischen bezahlbaren Wohnungen und investitionsfreundlichem Klima. Und eine Balance zwischen den Bedürfnissen jüngerer Menschen auf der einen, und älteren Bürgern auf der anderen Seite.

Zukunft nicht aus den Augen verlieren Es bedarf eines klugen Standortmarketings, in dem der Aspekt ,Wohnen' nicht vergessen werden darf. Insofern war es hilfreich, dass im Zuge meiner Wohnungsbautour die Probleme, die wir haben und die noch vor uns liegen, nicht ausgespart wurden. So ist der Leerstand die große Herausforderung der Zukunft und muss deshalb in einem neuen Stadtumbauprogramm wieder berücksichtigt werden. Im Vorfeld ist es vonnöten, den Städteumbau in Ost und West auf den Prüfstand zu stellen. Wir müssen uns vor Augen führen, dass es eine Verschärfung beim Leerstand gibt. Dieser Entwicklung müssen wir wirkungsvoll begegnen. Weiterhin dürfen wir nicht aus dem Auge verlieren, dass lebenswerte Städte und Gemeinden Ziel unserer Stadtentwicklungspolitik sein müssen.

Anders formuliert: Wohnraum und Wohnumfeld müssen an die sich ändernden Bedürfnisse der Bewohner angepasst werden – seien sie jung oder alt. Mit Blick auf die demographische Entwicklung muss es einen verstärkten altersgerechten Umbau geben, der für Rentner auch bezahlbar sein muss. Anreize für junge Familien könnten zum Beispiel steuerlich zur Geltung kommen oder mit Maßnahmen wie dem ,Baby-Bonus' gegeben werden. Doch müssen wir die Belange alter und junger Menschen nicht immer getrennt behandeln. Daher sollten alle Beteiligten in den Kommunen, im Land und im Bund Projekte wie das ,Mehrgenerationenwohnen' tatkräftig unterstützen."

» Bericht der Freien Presse vom 9. April 2015

» Bericht des Vogtland-Anzeigers vom 9. April 2015

» Bericht des Vogtland Regional Fernsehens vom 9. April 2015