Bundestag
06.03.2020

Familie und beruflicher Aufstieg dürfen sich nicht ausschließen
Rede zum Internationalen Frauentag

 Im Deutschen Bundestag fand heute eine Debatte zum Internationalen Frauentag statt. Yvonne Magwas fordert als Vorsitzende der Gruppe der Frauen der CDU/CSU-Bundestagsfraktion:

"Um Verbesserungen für Frauen zu erreichen, müssen gesellschaftliche Normvorstellungen noch mehr aufgebrochen werden. Laut einer aktuellen Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung liegt der als gerecht empfundene Lohn für Männer um rund drei Prozent höher als der als gerecht empfundene Lohn für Frauen. An diese Gehaltslücke im Kopf müssen wir ran.

Frauen und Männer verdienen für die gleiche Arbeit den gleichen Lohn. Hinzu kommt, dass Frauen immer noch den größten Teil der Familienarbeit tragen. Auch das muss sich ändern. Väter sind starke Männer, wenn sie sich um ihre Kinder kümmern. Mütter lieben ihre Kinder genauso, wenn sie Karriere machen. Deshalb dürfen sich Familie und beruflicher Aufstieg nicht ausschließen. Karriere muss auch in Teilzeit möglich sein. Es darf kein 'Entweder - Oder' geben. Es gibt vorbildliche Unternehmen und Behörden, die Führung in Teilzeit ermöglichen. Das ist klug und zukunftsorientiert gehandelt. Denn wir brauchen in Deutschland dringend gute Führungskräfte auf allen betrieblichen Ebenen. Deshalb können wir es uns gar nicht leisten, gut ausgebildeten Männern und Frauen, die Beruf und Familie miteinander vereinbaren wollen, keine entsprechenden Angebote zu machen."