Allgemein
29.12.2020

Corona gemeinsam meistern: Vogtländer diskutieren mit Kanzleramts-Chef
Zur sechsten Ausgabe ihrer Reihe „Magwas trifft…“ lud Bundestagsabgeordnete Yvonne Magwas den Chef des Bundeskanzleramts und Bundesminister für besondere Aufgaben Dr. Helge Braun MdB ein. Das Thema: „Corona und die Folgen – Wie wir die Krise meistern"

Wenn die Infektionszahlen sinken, hilft das gleichzeitig unserer Wirtschaft! Bundesminister Dr. Helge Braun folgte der Einladung der Bundestagsabgeordneten Yvonne Magwas und diskutierte am 22. Dezember mit über 40 Vogtländerinnen und Vogtländern aus den verschiedensten Bereichen. Den Rahmen gab die Veranstaltungsreihe "Magwas trifft" - aufgrund der aktuellen Situation digital. Die angesprochenen Themen waren vielseitig. Novemberhilfe, vogtländische Innovationen im Kampf gegen Corona, Unterstützung im Gesundheitsamt und Pflegeeinrichtungen. Die Unternehmer unter den Teilnehmern trieb besonders die Frage um, wie es mit den Wirtschaftshilfen im nächsten Jahr weitergehe. Der Bundesminister erklärte, dass die an Umsatz orientieren November- und Dezemberhilfen so nicht fortgeführt werden könnten. Man werde die Betriebe aber nicht alleine lassen. Ab nächstes Jahr greife die Überbrückungshilfe III, die schon rückwirkend zum 16. Dezember gültig sei und sich stärker an den Fixkosten orientiere. Aber es sei wichtig, dass sich alle Menschen an die Bestimmungen halten und das Virus ernst nehmen. Denn wenn die Infektionszahlen wieder abnehmen, dann entlastet das nicht nur unser Gesundheitssystem sondern stärke auch die Wirtschaft. 

 

Die Corona-Pandemie und ihre Auswirkungen werden uns noch länger beschäftigen, nicht nur wirtschaftlich gesehen. Jetzt geht es darum, dass jeder seinen Teil dazu beiträgt die Infektionsdynamik zu durchbrechen. Auch bei uns im Vogtland steigt die Zahl der Infizierten, die Krankenhäuser arbeiten am Limit, wir sind mit immer mehr COVID-Todesfällen konfrontiert. Es ist nicht immer einfach. Aber jeder trägt Verantwortung, sollte sich an die Hygienemaßnahmen halten und Kontakte weitgehend reduzieren. Die meisten Ansteckungen erfolgen in der Freizeit im privaten Umfeld", so Yvonne Magwas.

 

Kontaktbeschränkung ist die eine, aktive Mithilfe das andere. In der Gesprächsrunde wurde angeregt, dass diejenigen, die im Moment nicht ihrer gewohnten Tätigkeit nachgehen dürfen, explizit für die Kontaktnachverfolgung im Gesundheitsamt und in Pflegeheimen für die Anwendung der Schnelltests eingesetzt werden. Prof. Lutz Neumann, Direktor der Berufsakademie Sachsen in Plauen, bot an, seine Studierenden des Studienganges „Physician Assistant“ in die Spur zu schicken. Sie sind mit dem Umfeld vertraut und bräuchten nur eine geringe Einarbeitung.

 

Ein entscheidender Schritt im Kampf gegen Corona konnte mit der Zulassung eines Impfstoffes getan werden. Der Schwerpunkt liegt zunächst auf den Alten- und Pflegeeinrichtungen. Bei den über 80-Jährigen besteht ein besonders hohes Risiko für schwere oder tödliche Verläufe. Ein Großteil der Corona-Intensivpatienten in den Krankenhäusern ist in diesem Alter. Deshalb ist es nicht nur wichtig, diese Altersgruppe zu impfen, sondern auch diejenigen, die beruflich engen Kontakt zu ihnen haben.

 

Der Impfstoff ist ein wesentlicher Schlüsselfaktor bei der Pandemiebekämpfung. Impfen schützt uns und unsere Mitmenschen. Es wird nicht nur unsere Pflegeeinrichtungen, Krankenhäuser und Gesundheitsämter entlasten, es ermöglicht uns auch schrittweise in die Normalität zurückzukehren, die Wirtschaft sich wieder erholen zu lassen. Ich würde mir wünschen, dass sich viele Menschen aus Überzeugung impfen lassen und Botschafter für das Impfen gegen Corona werden", plädiert die vogtländische Abgeordnete.